Eine kurze Geschichte

Anfänge als Gewerbeschule

Gewerbeschule Ritterplan
 
Der 3. Oktober 1853 wird als das Gründungsdatum angesehen - durch einen Zusammenschluss mit der damaligen Realschule. Die dem "Göttinger Gewerbeverein" angehörenden Handwerksmeister gründeten 1848 aus eigenen Mitteln eine "Gewerbeschule", die den Zweck haben sollte "den bei hiesigen Meistern arbeitenden Gesellen und Lehrlingen die Gelegenheit zu bieten, sich in denjenigen Künsten und Wissenschaften auszubilden, welche in unmittelbarer Verbindung mit den Gewerben stehen". Für diese Schule wurde 1910 am Ritterplan 6 ein Neubau errichtet, zugleich die "Fachschule für Feinmechanik" gegründet, die in enger Verbindung zur optischen Industrie Göttingens und zu Instituten der Universität stand (1939 wurde diese Fachschule aufgelöst).

Gewerbeschule am Ritterplan

Die "Gewerbeschule am Ritterplan" nahm nach Räumung des Lazaretts 1948 ihren Schulbetrieb wieder auf und wurde 1958 baulich erweitert. In den 70er Jahren expandierte das berufsbildende Schulwesen derart (bis 4.000 Schüler), dass 1977 eine Trennung der Berufsfelder erfolgte und zwar in Berufsbildende Schulen (BBS) II und III.

Neubau in der Godehardstraße

Demonstrationen Anfang der 70er Jahre
 
Die Dokumentation der Schulgeschichte läßt erkennen, dass der Schulbau an der Godehardstraße durch vielfältige Aktionen der Schüler und Lehrer der Gewerbeschule den politisch Verantwortlichen Ende der 60er/Anfang der 70er Jahre "abgerungen" wurde. Aufsehen erregten die Schülerdemonstrationszüge zum Kreishaus sowie eine Unterschriftenaktion mit über 12.000 Unterschriften zur Forderung eines Schulneubaus. Im Dezember 1974 suchten Angehörige des Polizei-Kampfmittelräumdienstes auf dem ehemaligen Sportgelände des ersten Sport-Clubs von 1905 e. V. Göttingen nach Munition und Sprengkörpern aus dem 2. Weltkrieg. Hier sollte der Neubau des Gewerbeschulzentrums entstehen. Dieses Gelände wurde bevorzugt - statt "auf der grünen Wiese" in Weende - wegen seines besonderen städtebaulichen Ranges: In 10 Minuten ist der Marktplatz erreichbar, hervorragende Anbindung an den Bahnhof, Anbindung an die (damals geplante) Leineschnellstraße, jetzt Bahnhofsallee.

Die pädagogische Konzeption vornehmlich für die Berufsfelder Metalltechnik und Elektrotechnik sowie die Vollzeitformen wurde erarbeitet aufgrund eines Schulversuches (Doppelqualifikation = Studierfähigkeit über berufliche Inhalte) von einer entsprechenden Planungsgruppe.

Am 11. Oktober 1979 konnte der damalige niedersächsische Kultusminister Dr. Werner Remmers den Neubau der Gewerbeschule einweihen. Sie erhielt die Bezeichnung: Berufsbildende Schulen II. Die Kosten blieben unterhalb der veranschlagten Summe von 70 Mio. DM. Der Bau erfolgte unter Leitung der Architektengemeinschaft Dipl.-Ing. G. Brütt und H. Matthies, Göttingen.

Schulträger ist der Landkreis Göttingen.
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