Niedersächsische Schulinspektion

an den Berufsbildenden Schulen II Göttingen

Die Berufsbildenden Schulen II in der Trägerschaft des Landkreises Göttingen wurden in der Zeit vom 07.01.2008 bis 11.01.2008 durch drei Inspektoren der Niedersächsischen Schulinspektion und einem Gastinspektor aus Hessen inspiziert.

1. Stellungnahme zum Bericht der Schulinspektion aus Sicht zweier erfahrener Lehrkräfte

Die zahlreichen strukturellen Veränderungen an unserer BBS II Göttingen in den letzten Jahren führten dazu, dass das Kollegium mit dem Ergebnis der Schulinspektion gut umgehen kann.
Diese Veränderungen zogen eine Verringerung der Schülerzahlen in diversen Ausbildungsberufen der Berufsfelder Bau-, Metall- und Elektrotechnik nach sich, zeitgleich mussten auf Grund der großen Nachfrage vermehrt Schülerinnen und Schüler in Vollzeitformen (Berufsfachschule, Fachoberschule, Fachgymnasium) aufgenommen werden.
Diese veränderten Situationen verlangten entsprechende Maßnahmen der unterrichtenden Lehrkräfte und des Schulmanagements.
Die notwendigen innerschulischen Umbauten und Neuinstallationen der vergangenen Jahre führten dazu, dass ebenso dringliche Veränderungen und Anpassungen im schuleigenen handlungsorientierten Curriculum und anderen pädagogischen Weiterentwicklungen (unter anderem „Moderne Methodenkonzepte“ und vieles andere mehr) nicht von allen Unterrichtenden mit gleicher Aufmerksamkeit betrachtet wurden. Dieses ist erkannt und von der Schulinspektion entsprechend bewertet worden. Die ersten Schritte zur Verbesserung wurden eingeleitet und sind intensiv zu verfolgen.

2. Die Schulinspektoren haben zusammengefasst ausgeführt

„Das Bildungsangebot der BBS II Göttingen mit den Schwerpunkten Technik und Gestaltung unterliegt einem Strukturwandel, der vor allem durch den Rückgang der beruflichen Ausbildung in den Berufsfeldern Metall- und Elektrotechnik gekennzeichnet ist. Auch wenn die überwiegende Zahl der Schülerinnen und Schüler im Rahmen einer dualen Ausbildung die Schule besucht, gewinnen die schulische Ausbildung in Vollzeitformen, vor allem im Bereich Gestaltung, sowie der Erwerb weiterführender allgemein bildender Schulabschlüsse immer mehr an Bedeutung“. „Durch die Teilnahme am „Projekt Regionales Kompetenzzentrum“ hat ein Veränderungsprozess begonnen, der in dieser Schule vor allem durch die Einführung einer Schulverfassung mit neuen Entscheidungsstrukturen, die erweiterte Eigenverantwortung bei der Verwaltung der finanziellen Ressourcen von Schulträger und Land – einschließlich eines umfassenden Verfahrens der Kosten-Leistungs-Rechnung – sowie die Einführung einer fraktalen Schulorganisation gekennzeichnet ist“.
„Der Unterricht an den BBS II findet in angemessen ausgestatteten Unterrichtsräumen, Laboren und Werkstätten statt. Das Unterrichtsklima ist im Allgemeinen freundlich, die Schülerinnen und Schüler zeigen sich in der großen Mehrzahl motiviert und leistungsbereit, sie werden von den Lehrkräften im Lernprozess unterstützt“.
„Im Bereich der Personalentwicklung sind durch klare Abläufe bei der Einstellung und der Einarbeitung neuer Lehrkräfte sowie durch die Einführung der Mitarbeiter-Vorgesetzten-Gespräche gute Grundlage geschaffen, um die bevorstehenden Veränderungen im Kollegium zu bewältigen und individuelle Entwicklungsmöglichkeiten und -wünsche zu erfassen. Das Fortbildungsmanagement weist in den Bereichen Bedarfserhebung und -abgleich sowie Überprüfung des Nutzens und Multiplikation der Ergebnisse Verbesserungspotenziale auf“.

3. Aus der Sicht der Schulinspektoren und der Schulleitung

Die BBS II Göttingen verfügen somit über gute Voraussetzungen, ihre ausgeprägten Stärken im organisatorisch-administrativen Bereich und auf dem Gebiet der Kooperation mit den Partnern der dualen Ausbildung, den Institutionen der Berufsausbildung sowie den benachbarten allgemein bildenden und berufsbildenden Schulen durch wohl überlegtes Bearbeiten der Verbesserungsbereiche, insbesondere der Unterrichtsentwicklung, zu ergänzen.