Das "Zeiss-Gebäude" der BBS II

 
Das Nebengebäude der BBS II befindet sich in der Carl-Zeiss-Straße 5 im Grüngürtel der Leine.

Es ist über den Schulhof des Hauptgebäudes zu erreichen. In unmittelbarer Nachbarschaft liegt das Otto-Hahn-Gymnasium. Die durch eine starke Expansion der Gewerbeschule am Ritterplan in den 70er Jahren (bis 4.000 Schüler) ausgelöste Raumenge führte zur fortlaufenden Anmietung von Klassenräumen außerhalb des Gebäudes am Ritterplan.

Um 1975 wurde an 8 verschiedenen Standorten unterrichtet, so auch in dem von der Firma Carl Zeiss durch den Neubau aufgelassenen Werksgebäude. Vornehmlich die damaligen Vollzeitformen - Berufsaufbauschule (BAS) Technik sowie die Fachschule Technik - wurden hier unterrichtet. In der Ebene 2 befand sich eine Mini-Mediothek und in der Ebene 3 ein reich ausgestattetes Chemielabor. Ins gleiche Gebäude "umquartiert" wurde die Frauenfachschule (vormals Lange Geismarstraße), deren Büro und Schulleitung in der Villa untergebracht waren. BAS-Unterricht fand auch in den Pavillions nebenan statt. Im Tiefparterre mit eingerichteten Werkstätten gab es seit Ostern 1971 eine Schulform, die man als Vorläufer des BGJ ansehen könnte: die einjährige gewerbliche Berufsfachschule Metall.

1977/78 mussten die Abteilungen Drucktechnik, Holz- und Bautechnik sowie Farb- und Raumgestaltung den zur Verfügung stehenden Schulraum im Zeiss-Gebäude unter sich aufteilen. Diese Fachbereiche gehörten nach Plan zur neuen BBS II, doch im neu gebauten Hauptgebäude war für sie kein Platz vorgesehen. Der Neubau war nur für die Bereiche Elektro und Metall sowie für die Vollzeitformen konzipiert worden. Die Frauenfachschule belegte die durch den Neubau an der Godehardstraße freigewordenen Räume der Gewerbeschule am Ritterplan. Diese Schule erhielt durch den neuen Zuschnitt der verschiedenen Fachbereiche den Namen BBS III.

1983 zog die Abteilung Bautechnik in die neu errichteten Labore im Hauptgebäude und in die Bauhalle. Das Zeiss-Gebäude bot nun die räumlichen Voraussetzungen für das BGJ-Holztechnik mit den Fachstufen sowie Platz für das geplante (aber nicht eingerichtete) BGJ-Drucktechnik. Im März 1991 wurde im Zeiss-Gebäude zunächst die neue Fachhochschule Physik-, Mess- und Feinwerktechnik (FHS) untergebracht, nachdem die Fachstufen der Holzabteilung sowie der Fachbereich Farb- und Raumgestaltung ins Hauptgebäude umziehen mussten. Die Rückkehr der Holzabteilung ins Zeiss-Gebäude, Ebene 3, erfolgte am 28.08.1997, nachdem die FHS ihren Neubau auf den Zietenterrassen bezogen hatte.

Nunmehr befinden sich im Zeiss-Gebäude die Abteilungen Holztechnik mit dem BGJ Holz und die Fachstufen sowie die Abteilung Drucktechnik, in deren Fachräumen die Klassen der Fachoberschule Gestaltung sowie die Schüler des Gymnasiums Technik im Fach Kunst unterrichtet werden. In der Ebene 3 befindet sich das Chemielabor, dass für Langzeitversuche des Fachbereiches Chemie, Physik, Biologie benutzt wird.

(Gerhard Schröder, Oktober 1998)